Am Montag wurde in Velika Gorica das bedeutende EU-Projekt „InterWine: Durch die Verbindung von Kulturerbe und Weintourismus zur Schaffung einer nachhaltigen grenzüberschreitenden Destination“ vorgestellt. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 1.383.080,02 Euro. Finanziert wird es aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Interreg Slowenien–Kroatien. Das Projekt vereint sieben Partner aus Kroatien und Slowenien mit dem Ziel, ein innovatives touristisches Produkt zu entwickeln, das kulturelles Erbe mit Weinbau und Weintourismus verbindet und damit die nachhaltige Entwicklung sowie die touristische Attraktivität der Region stärkt.
Die Direktorin des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb und Projektleiterin von InterWine, Ivana Alilović, betonte die Bedeutung des Projekts für die weitere Entwicklung der Region und die Stärkung ihrer touristischen Identität: „Das Projekt InterWine bietet eine hervorragende Gelegenheit, unsere kulturellen und Önologischen Werte miteinander zu verbinden und auf dem europäischen Markt zu präsentieren.“ Durch die Synergie zwischen Kroatien und Slowenien schaffen wir ein nachhaltiges touristisches Produkt, das zur Entwicklung lokaler Gemeinschaften und zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen wird. Diese Initiative eröffnet nicht nur Touristinnen und Touristen neue Möglichkeiten, sondern auch lokalen Produzenten, die ihre Weine und ihr kulturelles Erbe einem breiteren Publikum präsentieren können.“
Das Projekt umfasst drei zentrale Standorte – Velika Gorica, Pušća und Brežice in Slowenien. In eigens dafür ausgestatteten Räumlichkeiten werden die reiche Kulturgeschichte sowie die Weinbautradition dieser Regionen präsentiert. Die InterWine-Zentren werden zugleich als Treffpunkte für lokale Winzer, Kulturschaffende und touristische Akteure dienen und damit die touristische Entwicklung der Region fördern.
Unterstützung durch lokale Behörden und Projektpartner
„Dank dieses Projekts erhält Velika Gorica die Möglichkeit, sich als Destination zu positionieren, die Tradition, Kultur sowie Wein- und Gastronomieerlebnisse miteinander verbindet. InterWine stärkt nicht nur unser touristisches Angebot, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für die nachhaltige Entwicklung des Tourismus, über die wir in letzter Zeit intensiv sprechen. Wir sind stolz darauf, Teil dieser grenzüberschreitenden Initiative zu sein, die unsere Gemeinschaft mit Regionen im benachbarten Slowenien verbindet. Mit den im Rahmen des Projekts neu gestalteten Räumlichkeiten setzen wir zugleich die Aufwertung des historischen Stadtzentrums fort“, erklärte der Bürgermeister von Velika Gorica und Parlamentsabgeordnete Krešimir Ačkar.
Auch der Bürgermeister der Gemeinde Pušća, Filip Bernardić, zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit: „Wir sind stolz darauf, an diesem grenzüberschreitenden Projekt mitzuwirken, das das touristische Angebot von Pušća bereichern wird. Wir sind überzeugt, dass InterWine die weitere Entwicklung unserer Weintradition fördert und lokalen Winzern eine bessere Positionierung am Markt ermöglicht. Diese Initiative stärkt nicht nur den Tourismus, sondern fördert auch Nachhaltigkeit und wirtschaftliches Wachstum in ländlichen Gebieten.“
Unterstützt wird das Projekt außerdem von Kristina Bilić, Staatssekretärin im Ministerium für regionale Entwicklung und EU-Fonds, sowie von Igor Radić, Berater des Ministers im kroatischen Ministerium für Tourismus und Sport.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Erfolgsmodell für die Tourismusentwicklung
Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Wie sich wenig entwickelte Weinregionen zu attraktiven Destinationen entwickeln – touristische Produktgestaltung durch Weintourismus“ betonten die fünf Fachreferenten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Winzern, Kulturinstitutionen und Tourismusorganisationen, um ein einzigartiges touristisches Angebot zu schaffen. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass nachhaltige Entwicklung und die Verknüpfung von Wein- und Kulturerlebnissen wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum kleinerer, heute besonders gefragter ländlicher Regionen beitragen können. Gleichzeitig wurde auf die Notwendigkeit zusätzlicher Investitionen in die Infrastruktur, in die Aus- und Weiterbildung lokaler Akteure sowie in die internationale Vermarktung von Weinstraßen und Weinregionen hingewiesen. Grenzüberschreitende Projekte wie InterWine bieten hervorragende Möglichkeiten, den Weintourismus weiterzuentwickeln, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die internationale Sichtbarkeit der Region nachhaltig zu stärken.
An der Diskussion nahmen teil: Ivana Alilović, Direktorin des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb und Projektleiterin von InterWine, Slavija Jačan Obratov, Direktorin des Bereichs Marken- und Tourismusproduktentwicklung der Kroatischen Zentrale für Tourismus, Univ.-Doz. Dr. Anja Mlakar von der Fakultät für Tourismus der Universität Maribor, Filip Bernardić, Bürgermeister der Gemeinde Pušća, Marko Kos, Leiter der Abteilung für Landwirtschaft der Stadt Velika Gorica. Die Podiumsdiskussion endete mit dem gemeinsamen Fazit, dass Projekte dieser Art nicht nur die lokale touristische Angebotsqualität verbessern, sondern auch langfristig zur Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Destinationen beitragen.
Das auf 30 Monate angelegte Projekt InterWine umfasst die Entwicklung neuer touristischer Produkte, die Weiterbildung zentraler Interessengruppen sowie die Vermarktung der Destinationen über digitale Plattformen und physische Präsentationselemente. Ziel ist die Schaffung attraktiver touristischer Routen, die die kroatische und die slowenische Seite miteinander verbinden und dabei das kulturelle Erbe sowie die Weintradition als zentrale Motive in den Mittelpunkt stellen. Darüber hinaus werden die Projektpartner ein „InterWine-Handbuch“ erarbeiten und eine Vereinbarung über die zukünftige Zusammenarbeit unterzeichnen, um die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse sowie die Fortführung der Partnerschaft auch nach Projektende sicherzustellen.









