5. Koordinierungstreffen des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb mit den lokalen Tourismusverbänden 

Beim 5. Koordinierungstreffen des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb mit den lokalen Tourismusverbänden, das in Sveta Nedelja stattfand, wurde zunächst auf den Jahresabschluss und die erzielten Erfolge zurückgeblickt. Die globalen Trends aus dem UN Tourism World Tourism Barometer 2024 zeigten eine deutliche Erholung des Tourismussektors. Besonders hervorgehoben wurden Regionen wie der Nahe Osten, der im Vergleich zum Jahr 2019 einen Anstieg der Ankünfte um 36 % verzeichnete, sowie Europa, das erstmals die Zahlen aus der Zeit vor der Pandemie übertraf und insgesamt 120 Millionen internationale Gäste begrüßte.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand zudem die Anpassung lokaler Tourismusstrategien an den aktuellen gesetzlichen Rahmen, einschließlich der Vorschriften zu Aufnahmekapazitäten, Nachhaltigkeit und Destinationsplanung. Diese Regelungen verpflichten Destinationen, Daten zu Besucherströmen, Infrastrukturbelastungen und ökologischen Grenzen zu erheben, um die maximale Besucherzahl festzulegen, die eine Destination nachhaltig bewältigen kann. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einbindung der lokalen Bevölkerung sowie aller relevanten Interessengruppen in die Entscheidungsprozesse gelegt. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Verringerung saisonaler Belastungen durch die Förderung von Aktivitäten außerhalb der Hauptsaison erörtert.

Ein weiteres Thema waren Herausforderungen durch Terminüberschneidungen von Veranstaltungen, die zu einer Aufteilung der Besucherströme und damit zu einer geringeren Gesamtzahl an Gästen führen können. Als Lösungsansätze wurden eine engere Abstimmung zwischen den Veranstaltern, die Entwicklung eines gemeinsamen Veranstaltungskalenders sowie der Einsatz moderner Technologien zur optimalen Besucherlenkung vorgeschlagen. Zusätzlich prüfen die lokalen Behörden Anreizmodelle für Veranstaltungen außerhalb der Hauptreisezeiten, um die Besucherzahlen über das Jahr hinweg gleichmäßiger zu verteilen und die nachhaltige Entwicklung des Tourismus zu fördern.

Auf dem Treffen wurde außerdem die Bedeutung einer kontinuierlichen Weiterbildung lokaler Akteure für eine erfolgreiche Planung und Steuerung nachhaltigen Tourismus hervorgehoben. Die Teilnehmenden wurden über bevorstehende Bildungsprogramme informiert, darunter Initiativen in Zusammenarbeit mit dem Handwerksbildungszentrum Zagreb. Die Programme konzentrieren sich auf die Organisation von Veranstaltungen, die touristische Inwertsetzung des kulturellen Erbes durch Storytelling sowie den Einsatz moderner Technologien für ein intelligentes Destinationsmanagement.

Diese Bildungsangebote umfassen zentrale Themen wie die Entwicklung neuer touristischer Produkte, Marktanalysen sowie die Vernetzung verschiedener Wirtschaftssektoren. Gleichzeitig vermitteln sie praktische Kompetenzen, die zur Verbesserung der Destinationsqualität beitragen. Es wurde betont, dass eine regelmäßige Überwachung und Evaluierung der Auswirkungen des Tourismus eine bessere Anpassung an Marktanforderungen ermöglichen und die Qualität der Dienstleistungen auf lokaler Ebene steigern. Langfristig wird dies die Wettbewerbsfähigkeit der Gespanschaft Zagreb als nachhaltige Destination weiter stärken.

Die Direktorin des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb, Frau Ivana Alilović, informierte die Anwesenden über den aktuellen Stand der Erstellung des Destinationsmanagementplans. Sie erläuterte, dass der erste Schritt im Prozess die Zusammenführung aller relevanten Interessengruppen durch den Tourismusverband der Gespanschaft Zagreb sei.
Im Einklang mit dem geltenden regulatorischen Rahmen sowie den Leitlinien und Empfehlungen zur Erstellung von Destinationsmanagementplänen betonte Frau Alilović, dass folgende zentrale Akteure auf unterschiedliche Weise in die Ausarbeitung des Plans eingebunden werden: lokale und regionale Behörden, lokale Tourismusverbände, Vertreter des privaten Sektors, die lokale Bevölkerung, Nichtregierungsorganisationen sowie Fachleute aus verschiedenen Bereichen. Zudem müssen alle beteiligten Interessengruppen sowie deren jeweiligen Beiträge im Destinationsmanagementplan dokumentiert werden.
Frau Alilović wies außerdem darauf hin, dass die erstmalige Erstellung eines Destinationsmanagementplans vom regionalen Tourismusverband erfolgen muss. In diesem Zusammenhang wurde allen lokalen Tourismusverbänden empfohlen, keine eigenen Destinationsmanagementpläne zu erstellen, bevor der Tourismusverband der Gespanschaft Zagreb seinen regionalen Plan ausgearbeitet hat. Abschließend informierte sie darüber, dass der Prozess zur Erstellung dieses Plans bereits offiziell eingeleitet wurde.

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