Der Tourismusverband der Gespanschaft Zagreb und der Tourismusverband der Gespanschaft Karlovac haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, wodurch das Projekt From Soil to Signature eine interregionale Dimension erhält. Die Vereinbarung wurde von Ivana Alilović, Direktorin des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb, sowie Željko Fanjak, Direktor des Tourismusverbandes der Gespanschaft Karlovac, unterzeichnet.
Das Projekt From Soil to Signature des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb basiert auf den önogastronomischen Werten lokaler Produzenten, Winzer und Restaurants, deren Angebot untrennbar mit dem Raum und der Herkunft verbunden ist. Durch die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband der Gespanschaft Karlovac eröffnet das Projekt die Möglichkeit eines gemeinsamen Auftritts der beiden kontinentalen Gespanschaften auf dem nationalen und internationalen Markt sowie den Austausch von Ressourcen, Inhalten und Kommunikationskanälen gegenüber einem Publikum, das Gastronomie als wichtigen Reisemotivator versteht.
Ivana Alilović, Direktorin des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb, betonte, dass das Projekt aus dem Bedürfnis hervorgegangen sei, die bereits vorhandene Qualität der Destination besser zu vernetzen und klarer am Markt zu positionieren. „From Soil to Signature ist kein Projekt, das erst neue Werte schafft, sondern eine Plattform, die das Beste, was Kontinental-Kroatien bereits zu bieten hat, klar positioniert. Die Gespanschaft Zagreb verfügt über Qualität, Menschen, Wissen und Produkte, die mit den relevantesten Önogastronomischen Destinationen konkurrieren können. Diese Potenziale müssen jedoch strategisch vernetzt und stärker am Markt präsentiert werden. Gerade deshalb hat diese Zusammenarbeit mit der Gespanschaft Karlovac für uns einen besonderen Stellenwert. Sie zeigt, dass der kontinentale Tourismus seine Wiedererkennbarkeit durch Authentizität, Partnerschaften und Inhalte aufbauen kann, die aus dem Raum selbst entstehen und nicht aus Trends. Wir sind überzeugt, dass genau ein solcher Ansatz langfristig eine wettbewerbsfähige und international relevante Destination schafft“, erklärte Alilović.
Eine ähnliche Sichtweise auf die Zusammenarbeit hob auch Željko Fanjak, Direktor des Tourismusverbandes der Gespanschaft Karlovac, hervor und betonte, dass sich kontinentale Destinationen gerade durch jene Eigenschaften stärker positionieren können, die sie einzigartig machen. „Der kontinentale Tourismus sollte seine Stärke auf dem aufbauen, was ihn unterscheidet: auf dem Raum, der lokalen Produktion, der Gastronomie und den Menschen, die diesem Angebot Glaubwürdigkeit verleihen. Die Gespanschaften Zagreb und Karlovac verfügen genau über diese Grundlage – jede mit ihren Besonderheiten, aber mit einer sehr ähnlichen Entwicklungsrichtung. Diese Zusammenarbeit ist besonders wertvoll, weil sie bestehende Qualitäten in einen breiteren Rahmen stellt und daraus ein erkennbares touristisches Angebot entwickelt“, sagte Fanjak.
Unterstützt wurde das Projekt auch von der Kroatischen Zentrale für Tourismus, die es im Rahmen des Fonds für touristisch weniger entwickelte Gebiete und den kontinentalen Tourismus in ihr Kofinanzierungsprogramm aufgenommen hat. Für die Umsetzung des Projekts Sustainable AgriGastro Innovation Hub – From Soil to Signature wurden 300.000 Euro bewilligt.
Einer der konkreten Schritte bei der Umsetzung des Projekts wird der gemeinsame Auftritt im Guide Gault&Millau Croatia 2026 sein. Für Restaurants und Produzenten aus den kontinentalen Gespanschaften bedeutet eine solche Präsenz die Einbindung in einen gastronomischen Kontext, der von Fachpublikum, Journalisten und Reisenden verfolgt wird, die ihre Destination aufgrund der Qualität des kulinarischen Erlebnisses wählen.
Die Bedeutung professioneller Anerkennung der Qualität betonte auch Ingrid Badurina Danielsson, Direktorin von Gault&Millau Croatia. „Guides wie Gault&Millau verfolgen nicht nur das, was bereits bekannt ist – sie tragen auch die Verantwortung, Qualität dort zu entdecken, wo sie noch nicht ausreichend sichtbar ist. Gastronomisch galt Kontinentalkroatien lange als unterschätzt, doch das verändert sich. Wir sehen Restaurants, die mit Ernsthaftigkeit, einer klaren Philosophie und einem tiefen Verständnis für lokale Zutaten arbeiten. Genau solche Orte verdienen ihren Platz im Guide“, betonte Badurina Danielsson.
Wie sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen lässt, zeigt Bruno Ceronja, Vertreter des Restaurants Mon Ami, eines der Restaurants, die die Gespanschaft Zagreb auf der relevanten gastronomischen Landkarte gesetzt hat. Mon Ami wurde in den Michelin Guide aufgenommen, von Gault&Millau Croatia ausgezeichnet und zählt zu den 100 führenden Restaurants Kroatiens. Seine Erfahrung bestätigt die grundlegende Prämisse des Projekts: dass önogastronomischer Tourismus auf beständiger Qualität, einem durchdachten Umgang mit Zutaten und Gästen sowie einer starken Verwurzelung im lokalen Raum beruht.
Das Projekt From Soil to Signature wird durch die Einbindung lokaler Akteure und die Entwicklung von Inhalten fortgesetzt, die Gastronomie, Wein, Restaurants und Produzenten direkt mit der Destination verbinden. Die Vereinbarung mit dem Tourismusverband der Gespanschaft Karlovac erweitert diesen Rahmen und schafft die Grundlage für eine systematische und gemeinsame Präsentation des Önogastronomischen Angebots Kontinental-Kroatiens.









