Schützen wir den Nachthimmel – reduzieren wir die Lichtverschmutzung

Übermäßige künstliche Beleuchtung nachts wirkt sich auf die Natur, die menschliche Gesundheit und die Qualität des touristischen Erlebnisses aus.
Durch die Reduzierung der Lichtverschmutzung können wir alle zu einem nachhaltigen Tourismus beitragen und ein angenehmeres Lebens- und Aufenthaltsumfeld schaffen.

Warum ist es wichtig, die Lichtverschmutzung zu reduzieren? Zu starke und falsch ausgerichtete Beleuchtung kann die natürlichen Rhythmen von Mensch und Tier stören, die Schlafqualität beeinträchtigen und die Beobachtung des Sternenhimmels verhindern, der über Jahrhunderte hinweg Teil unserer Identität und Kulturlandschaft war.

Auswirkungen auf die Natur:
• Vögel verlieren während der Migration die Orientierung
• Nachtaktive Insekten und Fledermäuse verlieren Lebensräume und finden schwerer Nahrung
• Pflanzen verändern durch dauerhafte Beleuchtung ihren Wachstums- und Blührhythmus

Auswirkungen auf den Menschen:
• Helles Licht in der Nacht kann den Schlaf und den zirkadianen Rhythmus stören
• Eine verringerte Melatoninproduktion kann langfristig die Gesundheit beeinträchtigen
• Erhöhter Stress, Müdigkeit und verminderte Konzentrationsfähigkeit

Beispiele guter Praxis:
• Slowenien – zertifizierte Dark-Sky-Gebiete fördern den Astrotourismus und sensibilisieren Besucher für den Schutz des Nachthimmels
• Kanarische Inseln – strenge Beleuchtungsstandards in der Nähe von Observatorien
• Kroatien – immer mehr Destinationen setzen auf warmweiße LED-Beleuchtung und Bewegungsmelder sowie auf Nachtführungen und Sternbeobachtungsprogramme

Wie können wir beitragen?
Für Haushalte und private Vermieter:
• Beleuchtung gezielt nach unten ausrichten
• LED-Leuchten mit warmem Farbspektrum (2700K–3000K) verwenden
• Bewegungsmelder für Außenbeleuchtung installieren

Für Hotels und touristische Betriebe:
• Lichtintensität nach 23 Uhr reduzieren
• Geschlossene Leuchten verwenden, die kein Licht nach oben abstrahlen
• Gäste über nachhaltige Beleuchtung informieren

Für die Destination:
• Programm zur Sternbeobachtung organisieren
• „Dark-Sky“-Zonen oder thematische Bildungsangebote entwickeln
• Ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Erhalt der nächtlichen Atmosphäre schaffen

Aufruf zum gemeinsamen Handeln: Der Sternenhimmel ist Teil unseres Erbes. Bewahren wir ihn gemeinsam – durch die Reduzierung übermäßiger Beleuchtung schaffen wir eine angenehmere Umgebung, unterstützen Ökosysteme und bereichern das touristische Angebot.

Schützen wir den Nachthimmel. Erleben Sie die Schönheit der Dunkelheit.

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