Kulturerbe muss nicht laut sein, um kraftvoll zu wirken. Es muss nicht monumental sein, um wertvoll zu sein. Aus genau dieser Idee heraus entstand das Projekt „Geschichte, die wir im Herzen tragen“, das die Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft Zagreb in Velika Gorica vorgestellt hat. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Jahre, Daten oder historische Fakten, sondern der Mensch, Emotionen und Werte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
„Dies ist ein Projekt, das leise spricht, aber einen tiefen Eindruck hinterlässt“, betonte Ivana Alilović, Direktorin der Tourismusgemeinschaft der Gespanschaft Zagreb. Sie ergänzte, dass es ihr ein Anliegen war, das Kulturerbe auf eine zeitgemäße, elegante und den Menschen nahezuende Weise zu erzählen. Anstelle klassischer touristischer Angebote bringt das Projekt symbolische Anhänger mit universellen Botschaften von Hoffnung, Licht, Mut und Glauben hervor.
An der Präsentation dieses innovativen Projekts nahm auch der stellvertretende Gespan der Gespanschaft Zagreb, Damir Tomljenović, teil. Er hob hervor, dass die Gespanschaft mit der touristischen Entwicklung und dem kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen zufrieden sei; Tourismus jedoch dürfe nicht ausschließlich auf finanzielle Kennzahlen reduziert werden.
„Bedeutende historische Persönlichkeiten unserer Region, wie Ban Josip Jelačić oder Petar Zrinski, können eine hervorragende Grundlage für die Entwicklung neuer Tourismusformen darstellen. Auch das Projekt ‚Geschichte, die wir im Herzen tragen‘ folgt diesem Ansatz, da zeitgenössisches Design und die Symbolik der Anhänger einen anderen, tieferen Zugang zum Kulturerbe ermöglichen. Gerade durch solche Projekte wird die Qualität der Destination gestärkt und eine neue Richtung in der touristischen Entwicklung der Gespanschaft Zagreb eingeschlagen“, betonte Tomljenović.
Das Projekt „Geschichte, die wir im Herzen tragen“ verbindet vier Standorte in der Gespanschaft Zagreb: Krašić, Kloštar Ivanić, Velika Gorica sowie deren Ortsteil Vukovina.
„Kulturerbe ist nichts, was hinter Mauern eingeschlossen ist.“ Es lebt in den Menschen, in ihren Geschichten und Gefühlen. In einer Zeit des beschleunigten Konsums bietet ‚Geschichte, die wir im Herzen tragen‘ eine bewusste Gegenbewegung – eine kleine, aber kraftvolle Erinnerung daran, was wirklich zählt. Die Anhänger sind nicht als klassische Souvenirs gedacht, sondern als persönliche Symbole, die wir bei uns tragen – als Zeichen der Zugehörigkeit und von Werten, die über die Grenzen einer Destination hinausgehen“, betonte Direktorin Alilović. Sie fügte hinzu, dass gerade Emotionen und persönliches Erleben die Schlüssel des modernen Tourismus seien.
Die Gespanschaft Zagreb ist eine äußerst große und vielfältige Destination, die als Einheit präsentiert werden muss, ohne dabei die Identität ihrer kleineren Orte zu verlieren. Daher liegt der Fokus nicht auf den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, sondern auf sogenannten „Hidden Gems“ – Mikrodestinationen, die mehr Sichtbarkeit verdienen.
„Heute mehr denn je sollten wir innehalten und uns fragen, was wirklich wichtig ist“, betonte Alilović und ergänzte, dass Emotionen und das direkte Feedback der Besucher die wichtigsten Erfolgsindikatoren solcher Projekte und des Tourismus der Region seien. Die Gespanschaft Zagreb positioniert sich zunehmend als Destination für Kurztrips, aber auch für ganzjährigen Tourismus und authentische Erlebnisse – von Weinstraßen und Spitzenkulinarik über ländliche und spirituelle Orte bis hin zu modernen Interpretationen des Kulturerbes.
„Gäste aus Skandinavien besuchen beispielsweise an einem einzigen Tag den Turopoljski lug, Destillerien und Weingüter, probieren die lokale Küche und erleben unsere gastronomische Geschichte ‚vom Feld auf den Tisch‘ aus erster Hand. Die Saison in unserer Gespanschaft dauert das ganze Jahr über“, betonte Alilović und erinnerte daran, dass Adventsveranstaltungen in Velika Gorica, Samobor, Sveti Ivan Zelina und anderen Orten ihre Türen für Gäste öffnen, die ein Erlebnis ohne die Menschenmassen suchen, wie sie heute große europäische Destinationen wie Wien oder Prag belasten.
Die Pläne für das Jahr 2026, so Ivana Alilović, zielen auf eine noch stärkere Positionierung der Gespanschaft Zagreb als einheitliche Destination ab, ohne dabei die Identität ihrer kleineren Gemeinden zu verlieren.
„Besondere Aufmerksamkeit möchten wir den sogenannten Hidden-Gem-Standorten wie Kloštar Ivanić und Krašić widmen, die ein enormes Potenzial besitzen – nicht nur im religiösen, sondern auch im ländlichen Tourismus. Im Fokus der Entwicklung stehen zudem das enogastronomische Angebot sowie Projekte wie der Apitourismus in meinem Turopolje in Velika Gorica. Unser Ziel ist es, Wein, Gastronomie, lokale Produzenten und Erlebnisse zu verknüpfen, denn genau hier entsteht ein Mehrwert für unsere Gäste“, schloss Alilović.
In Bezug auf die Promotion betonte sie, dass sich die Gespanschaft zunehmend internationalen Märkten wie dem US-amerikanischen Markt zuwendet – ein wichtiger Schritt für die Region und zugleich ein Beweis dafür, dass kontinentale Destinationen viel zu bieten haben.









