KNOWING – Horizon-Europe-Projekt

Das neue EU-Projekt „Framework for defining climate mitigation pathways based on understanding and integrated assessment of climate impacts, adaptation strategies and societal transformation“ (KNOWING), finanziert im Rahmen des Programms Horizon Europe, hat zum Ziel, einen Modellierungsrahmen zu entwickeln, der das Verständnis und die Quantifizierung der Wechselwirkungen zwischen Klimawandelfolgen und -risiken, Minderungsmaßnahmen sowie Anpassungsstrategien ermöglicht. Darüber hinaus soll das Zusammenspiel öffentlicher und privater Strategien zur Anpassung an und Minderung des Klimawandels bewertet werden. Ziel ist es auch, optimale Kombinationen von Maßnahmen in verschiedenen Sektoren zur effektiven Klimaschutzminderung zu identifizieren. Das Projekt trägt somit zur Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus, zum Klimaschutz und zur gesellschaftlichen Transformation bei.

Konkret handelt es sich bei KNOWING um ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das darauf abzielt, Klimafolgen und deren Wechselwirkungen zu identifizieren sowie bestehende und geplante Maßnahmen in den Partnerländern zur Minderung des Klimawandels zu analysieren. Diese Maßnahmen werden anschließend mit den aktuellen strategischen Rahmenbedingungen der Partnerländer abgeglichen, um deren Angemessenheit zu bewerten und gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Dies erfolgt durch die Anwendung eines Modellierungsrahmens zur Definition von Klimaschutzpfaden auf Grundlage eines integrierten Verständnisses der Klimawirkungen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden den relevanten Interessengruppen zur Unterstützung der Entwicklung von Anpassungsstrategien und der gesellschaftlichen Transformation bereitgestellt.

Im Projekt werden verschiedene Forschungs- und Analysemethoden angewandt, eine Wissensbasis aufgebaut sowie Instrumente zur Entwicklung spezifischer Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels entwickelt. Dazu zählen unter anderem Vernetzung, Wissenstransfer, Kapazitätsaufbau sowie weitere Aktivitäten zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Die Ergebnisse werden zentralen Akteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor präsentiert, um deren Bereitschaft und Fähigkeit zur Umsetzung von Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen zu stärken.

Die Aktivitäten des Tourismusverbandes der Gespanschaft Zagreb im Projekt umfassen insbesondere Kommunikation, Vernetzung, Dissemination, die Organisation von Workshops, Wissenstransfer und Kapazitätsaufbau sowie die enge Zusammenarbeit mit Projektpartnern bei der Entwicklung von Forschungsergebnissen. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Durchführung von Analysen sowie die Mitwirkung an der gemeinsamen Entwicklung von Leitlinien für Maßnahmen zur Anpassung an und Minderung des Klimawandels.

Projektlaufzeit: 1. Juni 2022 – 31. Mai 2026 (48 Monate)

Gesamtbudget des Projekts: 6.579.574,00 EUR. Der Tourismusverband der Gespanschaft Zagreb ist der einzige Projektpartner aus der Republik Kroatien und arbeitet gemeinsam mit 18 weiteren Partnern aus sieben europäischen Ländern, darunter Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors, wissenschaftlich-forschender Institutionen sowie politischer Entscheidungsträger.

Der Projektkoordinator ist das Austrian Institute of Technology (AIT) in Wien, eine RTO (engl. Research and Technical Organisation).

Projektpartner nach Ländern:

Österreich::

  1. Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (RTO)
  2. SMART CITIES CONSULTING – SME
  3. OVOS MEDIA – SME
  4. Universität Innsbruck (RTO)

Italien::

  1. Italienische Nationale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung (RTO)
  2. Universität Neapel Federico II (RTO)
  3. Stadt Neapel (öffentliche Einrichtung)

Spanien::

  1. AQUATEC, PROYECTOS PARA EL SECTOR DEL AGUA, S.A.U. – IND
  2. ATOS IT SOLUTIONS AND SERVICES IBERIA SL – IND
  3. GRAD GRANOLLERS – PUBLIC BODY
  4. CONSORCI BESOS TORDERA – PUBLIC BODY

Vereinigtes Königreich::

  1. Universität Birmingham (RTO)

Deutschland::

  1. BALTIC ENVIRONMENTAL FORUM DEUTSCHLAND – SME
  2. Regierungsbezirk Arnsberg (öffentliche Einrichtung)

Estland::

  1. BALTIC ENVIRONMENTAL FORUM – SME
  2. GRAD TALINN – PUBLIC BODY

Niederlande::

  1. VU UNIVERSITY AMSTERDAM – RTO.

Abschließend wird das Projekt zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus, zum Klimaschutz und zur gesellschaftlichen Transformation in der Gespanschaft Zagreb sowie zur nachhaltigen Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft insgesamt beitragen.

„Das Projekt KNOWING wird von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) wider. Weder die Europäische Union noch die CINEA können für diese verantwortlich gemacht werden.“

Wie gehen wir mit dem Klimawandel um?

Der Klimawandel ist zunehmend Teil unseres Alltags – Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse treten immer häufiger auf. Doch obwohl wir alle denselben Planeten teilen, reagieren Menschen unterschiedlich auf klimatische Herausforderungen.

Aus diesem Grund hat das Projekt KNOWING die Climate Impact Coping Typology entwickelt – eine Typologie zum Umgang mit Klimafolgen, die hilft zu verstehen, wie Menschen Klimaveränderungen wahrnehmen, interpretieren und darauf reagieren.

Was ist die Climate Impact Coping Typology?

Es handelt sich um einen analytischen Rahmen, der unterschiedliche Verhaltensmuster und emotionale Reaktionen im Kontext des Klimawandels klassifiziert. Die Typologie zeigt auf, wie Individuen und Gemeinschaften:

  • Sich an den Klimawandel anpassen (z. B. durch Lebensstiländerungen, Umsiedlung oder Investitionen in resiliente Infrastruktur),
  • Emotional mit Unsicherheiten und Ängsten umgehen (z. B. Sorge, Angst oder Verdrängung),
  • Entscheidungen im Umgang mit konkreten Auswirkungen treffen (z. B. Risikovermeidung, proaktive Planung oder das Abwarten staatlicher Maßnahmen).

Warum ist das wichtig?

Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend für die Entwicklung gerechter und wirksamer Klimapolitiken. Maßnahmen, die reale Verhaltensweisen der Menschen nicht berücksichtigen, bleiben oft wirkungslos oder stoßen auf Widerstand.

Die im Rahmen des KNOWING-Projekts entwickelte Typologie unterstützt:

  • politische Entscheidungsträger bei der Gestaltung wirksamer Anpassungsmaßnahmen,
  • Wissenschaftler bei der Verknüpfung sozialer und naturwissenschaftlicher Aspekte des Klimawandels,
  • Gemeinschaften dabei, sich aktiv in Planungsprozesse einzubringen.

Nächste Schritte

Unser Ziel ist es nicht nur zu verstehen, wie Menschen mit dem Klimawandel umgehen, sondern dieses Wissen aktiv in die Entwicklung praxisnaher, inklusiver und langfristig nachhaltiger Lösungen zu integrieren.

Denn die Bewältigung der Klimakrise hängt nicht nur von Technologie und Politik ab – sondern auch vom menschlichen Verhalten, von Emotionen und von alltäglichen Entscheidungen.

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